Ausleitverfahren

Martina Burgey arbeitet mit dem Ausleitverfahren.

Ausleitungsverfahren beinhalten verschiedene naturheilkundliche Therapiemethoden, die auf Basis der sog. Säftelehre angewendet werden.

Zu diesen Therapiemethoden gehören u.a.:

    • Ableitung über Nieren und Darm
    • Aderlass (ich führe den sanften Aderlass nach Hildegard von Bingen durch)
    • Blutegelbehandlung
    • Baunscheidtieren
    • Cantharidenpflasterbehandlung
    • Schröpfkopfbehandlung ("blutig" und "trocken")
    • Das gemeinsame Ziel der Ausleitungsverfahren ist das Anfachen der Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper, um somit einen Heilungsprozess in Gang zu setzen.

Dieser Therapieansatz basiert auf der sog. Humoralpathologie (Säftelehre). Demnach entwickeln sich Krankheiten vorwiegend aufgrund einer nicht optimalen Zusammensetzung der Körpersäfte (Blut, Lymphe, Galle, Schleim) - Dyskrasie genannt. Mit den Ausleitungsverfahren wird therapeutisch auf die Körpersäfte eingewirkt.

Die Humoralmedizin war seit Hippokrates das tragende medizinische Denkmodell in der europäischen Heilkunde. Sie wurde im 19. Jahrhundert leider durch die Virchow'sche Zellularpathologie zurückgedrängt. Ein bekannter Vertreter dieser Therapiemethoden war der Wiener Arzt Bernhard Aschner (1883-1960). In seinem „Lehrbuch der Konstitutionstherapie" werden insgesamt 13 konstitutions- bzw. humoralpathologisch orientierte Methoden beschrieben. Im zu Ehren, bezeichnet man heute die Ausleitungsverfahren auch als Aschner-Methoden.

HeilpraktikerInnen setzen diese nebenwirkungsarmen Therapien seit Generationen erfolgreich und zur Zufriedenheit der Patienten ein.

Zusätzliche Information

In meiner Praxis biete ich das blutige Schröpfen, das Baunscheidtieren, sowie das Cantharidenpflaster nicht an, da ich über kein Sterilisationsgerät verfüge.

Bildquelle: Ausleitverfahren: Martina Burgey,