Homöopathie

Martina Burgey macht eine gute Homöopathische Behandlung

Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden.

(Similia similibus curentur). Dieses therapeutische Prinzip ist seit der Antike schon von Aristoteles überliefert bekannt. Doch erst Samuel Hahnemann (1755 - 1843) hat als erster dieses Heilungsprinzip systematisch beobachtet, erforscht, angewandt und 1810 seine Erkenntnisse und die Gesetzmäßigkeiten in dem „Organon der rationellen Heilkunde" veröffentlicht. Das wesentliche Prinzip der Homöopathie, die Ähnlichkeitsregel, besagt, dass eine Substanz, die ein dem Krankheitsbild des Patienten ähnliches Leiden am gesunden Menschen erzeugen kann (Vergiftungssymptome), homöopathisch aufbereitet, auch die Krankheit des Patienten heilen kann. Diese Umwandlung der Wirkung eines Stoffes vom Krankmachenden zum Gesundenden geschieht durch einen speziellen homöopathischen Herstellungsvorgang für homöopathische Arzneien. Die Arzneiausgangsstoffe werden durch ein genau festgelegtes Potenzieren oder Dynamisieren (verschütteln, verreiben, „verdünnen") verwandelt. Mit jeder schrittweisen Potenzierung (z.B. 1:10 = D1, oder 1:100 = C1) wird eine zunehmende Umwandlung der „Arzneimaterie" in eine der Substanz typische „Arzneienergie" bewirkt. Ab der Potenzstufe D24 oder C12 ist kein chemisches Molekül der Ausgangssubstanz in der jetzt homöopathischen Arznei mehr vorhanden.


Im Lichte der Denkmodelle von C.G. Jung erscheinen die Prinzipien der Homöopathie logisch und verständlich, durch die neuere Physik der Planckschen Quanten- und der Einsteinschen Relativitätstheorie wissen wir, dass Materie/Masse und Energie/Information sich gegenseitig bedingen und wandelbar sind. Jeder Stoff hat auch eine energetische, informelle und nicht nur eine chemische Wirkung. Hahnemann ging davon aus, dass das Symptom, das Krankheitszeichen, nur der Vollzug, das Sichtbare und Fühlbare ist. Zugrunde jedoch liegt immer eine Störung der energetischen informellen Ordnungskräfte, die Hahnemann die Lebenskraft nannte. So wirken materielle Substanzen auf die stoffliche Seite des Organismus, homöopathisch potenzierte jedoch auf die energetische, „dynamische, geistartige" den Organismus lenkende, erhaltende Lebenskraft.

Neben der Handhabung der Ähnlichkeitsregel, der ausreichenden Kenntnis der spezifischen Wirkung der Arzneimittel und dem Wissen der homöopathischen Gabenlehre, ist für die homöopathische Behandlung, besonders der chronischen Krankheiten, die Miasmenlehre (ererbte oder erworbene Schwächen, „Konstitution") von entscheidender Bedeutung für eine individuelle Arzneimittelfindung.

Neben der „Klassischen Homöopathie" bei der vorwiegend mit Einzelmitteln, also mit der Verabreichung nur eines Mittels therapiert wird, gibt es auch noch die „Komplexmittel-Homöopathie" bei der mehrere Mittel, die sich für eine bestimmte Indikation gegenseitig ergänzen, gleichzeitig eingesetzt werden.


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